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Moby Dick

nach Herman Melville

Hier geht es zum Trailer: https://vimeo.com/232522997

elias

Ismael: „Hörst du das?"
Pip: „Ahab! - er marschiert über unseren Köpfen!"
Ismael: „Nein, Pip - in unseren Köpfen. Er marschiert in unseren Köpfen.“
Wie kann man eine so bekannte, aber alte Geschichte neu erzählen? 
Was hat sie mit uns zu tun? 
Sehr viel, wenn man die beiden Haupt-Protagonisten in den Hintergrund rückt und sich konzentriert auf diejenigen, die verführt und mitgerissen werden.
Denn Moby Dick ist nicht nur die alte Geschichte von Ismael, Ahab und dem weißen Wal. 
Es ist auch die ewig junge Geschichte von der Gier nach Aufregung, von der Abenteuerlust und von der Sehnsucht nach dem Meer. 
Frischer Wind um die Ohren, immer der Nase nach und endlich alle Bedenken hinter sich lassen - bis zum ersten Sturm. 
Bis die Waljagd zum Wahnsinn wird und die fröhliche Abenteuerlust umschlägt in den Irrsinn des Untergangs. 
Einem Irrsinn, dem wir leicht folgen, alle Warnungen, alle bedrohlichen Zeichen in den Wind schlagend. 
Moby Dick ist eine raue Geschichte über den Mut aufzubrechen. Aber Moby Dick ist auch eine schreckliche Geschichte über Verblendung, Feigheit und Schuld. 
Und so brechen wir auch die reine Form des Puppenspiels:
Der Erzähler wird selbst von seinen Puppen verführt und gegen seinen Willen in die Geschichte hineingesogen. 
Unsere virtuelle Welt ist von Anfang an kommentierend und dokumentierend präsent. 
Videos treiben mit hohem Tempo das Spiel immer weiter an und verdrängen jedes Innehalten oder Bedenken. 
Ein multimedialer Theaterabend, an dessen Schluß eine zerstörte Bühne das Nichts dahinter berührend entblößt.

moby Dick - Queequegg, Pip und Stubb

Regie und Text: René Linke
Spiel und Figurenbau: Volker Schrills
Regieassistenz: Leon Frisch
Projektionen: Nils Voges, Sputnic
Klangeffekte: Peter Dirkmann

 

Spieldauer ca 90 Mnuten zuzüglich Pause

Mit freundlicher Unterstützng des Kulturbüros Krefeld

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